MACHT KRITISCHES THEATER: Cyber Cyber – Aktivismus und Theater im digitalen Raum

Laskerstraße 5, 10245 Berlin
01. Dezember 2021, 19:00 Uhr - 21:00
Super Organisator
Tickets 5,00 EUR - 8,00 EUR
Tickets 5,00 EUR - 8,00 EUR

Das Berliner Ringtheater lädt im Rahmen der Diskursreihe “Macht Kritisch(es) Theater” ein, sich mit sich mit den Möglichkeiten von Daten und Netzaktivismus im Theater auseinanderzusetzen.

Wie können wir das Netz nutzen, die Welt zu einem gerechteren Ort zu machen? Wie können Daten Kunst bereichern? Welche Formen findet der Aktivismus im Netz?

Immer mehr gilt das Netz als Ort für Manipulation und Hetze. Angefangen hat das Internet mit einem euphorischen Freiheitsversprechen. Ein Ort an dem alle gleich sind. Geschlecht, Herkunft und sexuelle Orientierung spielen keine Rolle. In dieser Ambivalenz bewegt sich der aktuelle Diskurs.

Netzaktivist*innen agieren in diesem Raum und finden Formen, Möglichkeiten aufzuzeigen, Kritik zu üben, den Spiegel vorzuhalten. Über Gaming-Formate, Plattformen oder Social Media. Für unsere aktuelle Ausgabe der Reihe „Macht Kritisch(es) Theater“ haben wir Aktivist:innen und Theatermacher*innen eingeladen, in einer offenen Runde über die Möglichkeiten sprechen, wie sie aktiv werden und die digitalen Möglichkeiten mit ihrer Kunst verbinden. Anhand konkreter Beispiele bekommt das Publikum einen Einblick in die Arbeiten. So entsteht ein Gespräch über Aktivismus im Cyber Space, über aktivistische Formen des Theaters und wie sich die Grenzen zwischen den Formaten auflösen.

Was wird an dem Abend passieren?

Der Abend ist ein Diskurs über Aktivismus im Netz und ist durchwoben von Beispielen. Die Aktivist*innen und Künstler*innen zeigen dem Publikum Ausschnitte ihrer Arbeiten, die als Grundlage der Diskussion dienen. So bekommt das Publikum eine Vorstellung der Arbeiten und haben auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Referent:innen:

Lisa Passing, Netzaktivistin

Lisa Passing (Berlin) hat Web-Design und -Entwicklung studiert und arbeitet als Creative Technologist mit dem Schwerpunkt auf Interaktion mit Technologie auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. Dabei verbindet sie Erfahrungen aus der Software- und Videospielentwicklung mit Aktivismus und Policy Arbeit rund um Open Source und Open Data. 2018 bis 2020 war sie Fullstack-Entwicklerin bei der Open Knowledge Foundation DE e.V. und 2021 arbeitet sie im Rahmen des Prototype-Fund für Femizidmap. Sie ist Mitglied des feministischen Hacker*innen-Kollektivs Heart of Code.

Toni Minge, onlinetheater.live

Das onlinetheater.live will unsere digitale Lebensrealität mit einem Gegenwartstheater besetzen – online und in digitaler Kopräsenz senden wir Stücke und Performances via Livestream, in Social Media und auf eigens geschaffenen Oasen im Internet. Mit dem Ziel, unsere digitale Öffentlichkeit aktiv mitzugestalten, bedienen wir uns an der kreativen, emanzipatorischen und schöpferischen Kraft des Theaters und suchen nach neuen, eigenständigen Formen, die unseren hybriden Zeiten gerecht werden. „Loulu“ ist eine kostenlose Smartphone-App, die die Spieler*innen in eine interaktive Fiktion einlädt. das Single-Player-Game macht Manipulationstaktiken und Diskursverschiebungen “neurechter” Netzwerke erfahrbar und zeigt, dass soziale Internetplattformen perfekte Keimzellen zur gezielten Radikalisierung sein können. Das Projekt ist in einer Zusammenarbeit zwischen onlinetheater.live und dem HAU Hebbel am Ufer entstanden. Zur App.

cobratheater.cobra

Das Kollektiv cobratheater.cobra beschäftigt sich damit eine antifaschistische Künstlichen Intelligenz (KI) zu erforschen und zu erfinden. In gewisser Weise ein Widerspruch in sich. Funktioniert eine KI doch darauf zu kategorisieren, zu unterscheiden, zu selektieren. Die Künstler:innen hinterfragen das Versprechen der KI und wollen sie in den Dienst der demokratischen Zivilgesellschaft stellen. Dafür werden Datensätze herangezogen, die den antifaschistischen Grundsätzen, entsprechen. Das Projekt GERMAN.HORROR.STORY() != ANTIFA_KI baut ausgehend von Fotos, Texten und Videos ein interaktives und theatrales Horrorkabinett deutscher Zustände, das von der KI mit Texten als auch audiovisuell bespielt wird. Das Projekt ist eine theatrale, audio-visuelle Installation, die dem Publikum die möglichen Potentiale der KI als antifaschistisches Tool zugänglich machen und dabei über die jüngere faschistische Geschichte und deren Gegenwärtigkeit Deutschlands aufklären möchte. Digitale Premiere hatte das Stück im April 2021 auf Kampnagel in Hamburg.

Dies ist der Online-Ticketshop des Berliner Ringtheaters!

Das Berliner Ringtheater Macht Kritisch(es) Theater. Es ist ein Produktionsort, an dem gesellschaftskritische Neue Dramatik und performative Darstellungsformen zur Aufführung kommen. Seit 2017 ermöglichen wir jungen Theatermacher*innen Raum für ihre Themen, Formate und Arbeitsweisen und unterstützen sie in ihren Vorhaben durch eine heterarchische Infrastruktur.

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